Fed im Fokus: Arbeitsmarkt und Inflation bestimmen den Ton
Starke Jobsdaten haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung wieder angehoben. Der CPI dieser Woche könnte den Kurs setzen.
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Koala News
Donnerstag, 8. Oktober 2026
Bildungsinhalt · Keine Anlageberatung · Koala News
Starke Jobsdaten haben die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung wieder angehoben. Der CPI dieser Woche könnte den Kurs setzen.
Geopolitische Spannungen treiben Energiepreise. Das wirkt auf Inflation und damit auf Zinserwartungen.
Studiendaten und Sektorrotation sorgen für Bewegung im Swiss Market Index. Die SNB bleibt vorerst bei 0 %.
Bildungsfokus: Wer langfristig investiert, profitiert oft mehr von niedrigen TERs als von kurzfristigen Trades.
5,36 Prozent: So hoch stieg die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen gestern kurzzeitig. Das gab es zuletzt im April 2002. 📈 Guten Morgen! Das bewegt die Märkte international: 🏦 Fed: Laut dem Protokoll der September-Sitzung hält die Mehrheit der Fed-Mitglieder eine weitere Zinserhöhung bis Jahresende für wahrscheinlich angebracht. 16 von 18 haben sie in ihren Prognosen eingeplant, ein Zeitpunkt wurde aber nicht genannt. Der Leitzins liegt nach der Erhöhung im September bei 3,75 bis 4,00 %. Für die Sitzung am 28. Oktober sieht der Markt (CME FedWatch) nur noch eine Chance von unter 20 % auf einen weiteren Schritt, vor einer Woche waren es noch rund 38 %. 📊 Anleihen: Nach dem Hoch von 5,36 % beruhigte eine gut nachgefragte Auktion über 39 Milliarden Dollar die Lage etwas. Heute früh steht die 10-jährige Rendite bei rund 5,31 %. Die 30-jährige berührte zwischenzeitlich über 5,7 %. 🇺🇸 Wall Street: Der S&P 500 gab 0,22 % auf 7'801.77 Punkte nach, einen Tag nach seinem Rekord. Die Nasdaq verlor ebenfalls 0,22 %, der Dow 0,66 %. Die US-Futures zeigen sich heute Morgen fast unverändert. 🛢️ Öl: Brent stieg um rund 2 % auf über 102 Dollar pro Fass, WTI auf knapp 90 Dollar. Gründe sind ein Bericht über mögliche neue US-Angriffe auf Iran, Huthi-Angriffe auf Flughäfen in Saudi-Arabien und Tropensturm Isaias, wegen dem im Golf von Mexiko über 500'000 Fass pro Tag ausfallen. 🥇 Gold: Nach einem Rückgang auf rund 4'070 Dollar erholt sich das Edelmetall auf etwa 4'132 Dollar pro Unze, bleibt aber nahe einem Neun-Wochen-Tief. 🌏 Asien: Der Nikkei fiel um 0,9 % auf 69'439 Punkte und damit wieder unter 70'000. Der Kospi verlor 0,8 %, obwohl Samsung einen Rekordgewinn meldete, der aber unter den hohen Erwartungen blieb. Hang Seng −0,2 %, Shanghai −0,1 % nach einer Woche Feiertagspause. 💱 Devisen: Ein Dollar kostet rund 158 Yen, ein Euro rund 1,12 Dollar. 💡 Kurz eingeordnet: Steigende Renditen heissen: Geld leihen wird teurer, für Staaten, Firmen und auch für Leute, die ein Haus kaufen. Dazu kommt, dass grosse Tech-Firmen wie Oracle, Broadcom und SpaceX gerade Milliarden über Anleihen einsammeln wollen und so um dasselbe Geld konkurrieren. Teures Öl hält die Inflationssorgen wach, und die Fed bleibt wachsam. Gleichzeitig zeigt die gute Auktion, dass es weiterhin viele Käufer für US-Anleihen gibt. Das ist eher ein Durchatmen nach Rekorden als ein Einbruch. Spannend wird jetzt die Berichtssaison zum dritten Quartal. «Nicht verlachen, nicht beklagen, nicht verabscheuen, sondern verstehen.» — Baruch de Spinoza Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
90 Prozent: So viel hartes Eigenkapital soll die UBS künftig hinter ihre Auslandstöchter stellen. Die Börse rechnet das gerade durch. 🏦 Guten Morgen! Das bewegt die Schweiz heute früh: 🏦 UBS unter Druck: Der Ständerat hat am 23. September beschlossen, dass Auslandstöchter künftig zu 90 % mit hartem Kernkapital (CET1) unterlegt werden müssen. Heute sind es 45 %. Der Bundesrat wollte sogar 100 %. Laut Berichten schätzt die UBS den zusätzlichen Kapitalbedarf auf bis zu 16 Milliarden Dollar. Die Aktie verlor gestern 3,06 % auf 39,33 Franken. Als Nächstes ist der Nationalrat dran, und am 28. Oktober legt die UBS ihre Zahlen zum dritten Quartal vor. 📊 SMI: Der Leitindex schloss gestern fast unverändert bei 13'808 Punkten (+0,14 %). Getragen haben ihn die Pharma-Schwergewichte Roche (+2,9 %) und Novartis (+2,4 %). Holcim, ABB und UBS bremsten mit je rund −3 %. 🛒 Teuerung: Die Preise lagen im September 1,0 % über dem Vorjahr, vor allem wegen Heizöl, Benzin und Diesel. Ohne Energie und frische Produkte (Kerninflation) sind es nur 0,5 %. Die Arbeitslosenquote blieb bei 3,0 %. 💱 Franken: Ein Euro kostet rund 0,933 Franken, ein Dollar rund 0,833. Die SNB bleibt bei 0 %, der nächste Zinsentscheid kommt am 10. Dezember. 💡 Kurz eingeordnet: Bei der UBS geht es um eine Grundsatzfrage: Wie viel Sicherheitspolster soll eine Bank haben, die für die Schweiz zu gross zum Scheitern ist? Mehr Kapital macht die Bank in einer Krise robuster, lässt aber weniger Geld für Dividenden und Aktienrückkäufe übrig. Genau das preist der Markt gerade ein. Entschieden ist noch nichts, der Nationalrat kann die Regel noch anpassen. Die Teuerung von 1 % klingt nach mehr, kommt aber fast nur vom Öl. Darum hat die SNB wenig Grund zur Eile. «Ein weiser Mensch richtet seinen Glauben nach den Beweisen.» — David Hume Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
1,12 Dollar: So wenig war ein Euro seit rund 17 Monaten kaum noch wert. 💶 Guten Morgen! Das ist über Nacht in Europa passiert: 🇪🇺 Euro unter Druck: Der Euro steht bei etwa 1,12 Dollar, nahe dem tiefsten Stand seit Mai 2025. Der Grund sind vor allem Sorgen um die Staatsfinanzen in Frankreich, die inzwischen auch auf Italien und Griechenland abfärben. 📉 Börsen: Der DAX hat gestern 1,41 % verloren und bei 25'091 Punkten geschlossen. Der STOXX Europe 600 fiel um 1,0 % auf 630 Punkte, Bankaktien sogar um 3,3 %. Höhere Ölpreise und steigende Zinsen haben die Laune gedrückt. Die Futures deuten heute Morgen auf einen leicht freundlicheren Start hin (etwa +0,1 %). 🏦 Anleihen: Die 10-jährige Bundesanleihe rentiert ruhig bei rund 3,48 %. Frankreichs 10-jährige Anleihe stieg dagegen auf etwa 4,85 %. Der Abstand zwischen beiden liegt bei rund 136 Basispunkten, letzte Woche waren es fast 160, so viel wie seit 2012 nicht mehr. 🛢️ Öl: Brent kostet wieder rund 101 bis 102 Dollar pro Fass, wegen der Spannungen im Nahen Osten. 🔎 Heute wichtig: Um 13:30 Uhr (Schweizer Zeit) veröffentlicht die EZB das Protokoll ihrer September-Sitzung, bei der sie den Einlagensatz auf 2,50 % angehoben hat. Vorher, um 12:00 Uhr, spricht EZB-Chefökonom Philip Lane. 💡 Kurz eingeordnet: Anleger verkaufen gerade, was ihnen riskanter erscheint, und flüchten in sichere Häfen wie deutsche (und Schweizer) Anleihen. Für den Euro zählt im Moment vor allem, wie es mit dem französischen Budget weitergeht. Ein teurer Ölpreis hält zudem die Inflation hoch, darum rechnen die Märkte mit weiteren Zinserhöhungen der EZB. Das ist eine unruhige Phase, aber keine Panik: Die Abstände bei den Zinsen sind noch weit entfernt von der Euro-Krise, als Italien über 500 Basispunkte zahlen musste. «Alles Unglück der Menschen rührt allein daher, dass sie nicht ruhig in einem Zimmer zu bleiben vermögen.» — Blaise Pascal Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
50 — und Williams zieht den Oktober vom Tisch. New-York-Fed-Präsident John Williams am Dienstag in Buffalo: Nach dem September-Schritt auf 3,75–4,00 % brauche es «keine Eile». Ein weiterer Zinsschritt «spät in diesem Jahr» könne reichen — wenn die Daten zu seiner Prognose passen. Die Märkte haben umgeschwenkt: Die Chance auf einen Oktober-Schritt fiel von rund 75 % auf etwa 50 % (CME FedWatch). Der Fokus rückt Richtung Dezember. Gleichzeitig brennt das lange Ende weiter. Die 30-jährige US-Treasury hat am Dienstag 5,61 % geknackt — so hoch wie zuletzt 2002. Die Zehnjährige bleibt bei rund 5,25 %, nahe dem Hoch seit 2007. Treasuries stehen 2026 bislang mit etwa −2,6 % im Minus. Treiber: teures Öl wegen des Nahost-Konflikts, Sorgen um die US-Staatsfinanzen und schwere Emissionen. Heute kommt der August-PCE, Freitag der Jobs-Report. Kurz: Am kurzen Ende wird vorsichtiger getaktet — am langen Ende bleibt der Druck hoch. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. «Alles fliesst.» — Heraklit
Auf LinkedIn öffnen →109,1 — und die Schweizer Konjunktur läuft heisser als erwartet. Das KOF-Konjunkturbarometer der ETH Zürich stieg im September um 1,6 Punkte auf 109,1 — klar über dem mittelfristigen Durchschnitt und deutlich über den Ökonomen-Erwartungen (105,0–106,9). Der Augustwert wurde auf 107,5 nach oben revidiert. Seit dem Rückfall im März auf 95 Punkte hat sich der Frühindikator damit weiter erholt. Treiber: Verarbeitendes Gewerbe, Dienstleistungen und Bau. Schwächer: Auslandsnachfrage sowie Finanz- und Versicherungsdienstleister. Innerhalb der Industrie stützen Chemie und Pharma; Maschinenbau und Fahrzeugbau bremsen etwas. Die Beschäftigungsaussichten bleiben unter Druck. Während die SNB bei null Prozent bleibt und der SMI gestern bei 13'912 schloss (−0,2 %), signalisiert der Frühindikator: Die heimische Konjunktur hält trotz Nahost und Öl. Morgen startet Infomaniak (INFO) den Handel an der SIX — erster Tag nach dem Reverse Takeover. Kein Garantie-Tipp — nur die Einordnung. «Der Anfang ist mehr als die Hälfte des Ganzen.» — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →2,75 — und Demarco sagt, wann Oktober zwingend wird. EZB-Ratsmitglied Alexander Demarco (Zentralbank Malta) im Econostream-Interview: Eine „sehr negative Überraschung“ bei der Kerninflation, weiter steigende Energiepreise und höhere mittelfristige Inflationserwartungen zusammen wären ein „compelling case“ für einen Schritt im Oktober. Der Einlagensatz steht bei 2,50 % — bei 2,75 % wären wir laut Demarco bereits im restriktiven Bereich. Die Märkte preisen rund 45 % Wahrscheinlichkeit für Oktober ein und fast vier weitere Viertelpunkt-Schritte. Bund-Rendite 10 Jahre nach dem 17-Jahres-Hoch bei 3,65 % etwas zurück auf 3,62 %. Der Frankreich-Deutschland-Spread bleibt bei rund 113 Basispunkten — so weit wie seit 2012 nicht. Freitag kommt die Eurostat-Schnellschätzung. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. „Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige.“ — Seneca
Auf LinkedIn öffnen →Minus 8,7 — und Lindt streicht die Wachstumsfantasie. Heute hat Lindt & Sprüngli die Umsatzprognose für 2026 von 4–6 auf 0–2 Prozent organisches Wachstum gekürzt — bereits die zweite Senkung in diesem Jahr. Die Aktie brach um 8,7 Prozent ein. Gründe: preissensiblere Kunden, schwaches Saisongeschäft in Deutschland, Österreich und der Schweiz, plus der heisse Sommer. Die EBIT-Marge (plus 20–40 Basispunkte) und die Mittelfristziele ab 2028 hält der Konzern fest. Der SMI schloss trotzdem nur 0,2 Prozent tiefer bei 13'912 Punkten — Richemont und Galderma stützten, Julius Bär sprang nach dem Finma-Schlussstrich unter Signa um gut 7 Prozent. Premium-Marke hin oder her: Wenn der Kunde zweimal zögert, muss auch Kilchberg die Guidance anfassen. Kein Garantie-Tipp — nur die Einordnung. «Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen darüber.» — Epiktet
Auf LinkedIn öffnen →4,6 — und Australien zieht die Zinsen auf ein 15-Jahres-Hoch. Die Reserve Bank of Australia hebt den Cash Rate Target heute um 25 Basispunkte auf 4,60 Prozent — einstimmig, zum vierten Mal 2026 und auf den höchsten Stand seit 2011. Inflation bleibt zu hoch, Ölpreise und AI-Nachfrage treiben Kosten, und Wachstum sowie Teuerung waren zuletzt stärker als erwartet. Die Tür für weitere Schritte bleibt ausdrücklich offen. Der globale Rahmen: Brent um 107 Dollar, US-Zehnjahresrendite über 5,25 Prozent (höchster Stand seit 2007), FedWatch mit rund 71 Prozent Chance auf den nächsten Fed-Schritt im Oktober. Deutschlands Zehnjährige lag bei etwa 3,62 Prozent — so hoch wie seit Juni 2009 nicht. Asien gab nach, Nikkei rund −1 Prozent. Zentralbanken antworten auf denselben Inflationsschock — nur mit unterschiedlichem Tempo. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. «Wer das Ziel kennt, findet den Weg.» — Konfuzius
Auf LinkedIn öffnen →60 — und der September wird zum härtesten Bond-Monat seit Jahren. Die US-Zweijahresrendite ist im September um rund 60 Basispunkte gestiegen — auf Kurs zum stärksten Monatsanstieg seit Anfang 2023. Die Zehnjährige notiert bei etwa 5,25 Prozent, dem höchsten Stand seit 2007. Parallel springt der ICE BofA MOVE-Index für Bond-Volatilität im September um knapp 30 Prozent — der grösste Sprung seit März. Nicht nur Amerika: In Frankreich, Deutschland, Grossbritannien und Australien stehen die Zweijahresrenditen vor dem stärksten Monatsanstieg seit Kriegsbeginn im März. Frankreichs Zehnjährige hat im September über 50 Basispunkte zugelegt — der Abstand zu deutschen Bunds ist so weit wie seit 2012 nicht. Hyperscaler haben laut LSEG dieses Jahr schon über 200 Milliarden Dollar an Anleihen platziert — mehr als das Doppelte des Vorjahres. Öl bei rund 107 Dollar Brent, FedWatch mit rund 70 Prozent Chance auf den nächsten Schritt im Oktober, und diese Woche JOLTS, PCE und NFP. Die Märkte preisen «higher for longer». Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. «Das Hindernis wird zum Weg.» — Marc Aurel
Auf LinkedIn öffnen →0,7 — und Schweizer Staatsanleihen rentieren so hoch wie seit 18 Monaten nicht. Während die SNB den Leitzins weiter bei null belässt, spricht der Anleihenmarkt klarer. Am Montag stieg die Rendite zehnjähriger Bundesobligationen auf 0,7 Prozent — den höchsten Stand seit anderthalb Jahren. Parallel kletterte Brent auf über 108 Dollar, nachdem Trump den iranischen Vorschlag zur Öffnung der Strasse von Hormus abgelehnt hatte. Die US-Zehnjährige notierte bei rund 5,1 Prozent. Für Bern heisst das: Die Märkte preisen Inflations- und Zinsdruck ein, obwohl die Schweizer Teuerung im August erst bei 0,8 Prozent lag und klar im SNB-Zielband bleibt. Der SMI schloss knapp unter 14'000 Punkten — Novartis stützte, Roche bremste nach dem Pharma Day. Die ruhigste Notenbank der Welt kann globale Renditen nicht ausblenden. Sie kommen über Öl, Erwartungen und den Franken zurück. Kein Garantie-Tipp — nur die Einordnung. «Nur der Wandel ist beständig.» — Heraklit
Auf LinkedIn öffnen →14,3 — und Lagarde bremst trotzdem die Zinsfantasien. Gestern vor dem Wirtschafts- und Währungsausschuss des EU-Parlaments: Energieinflation im August bei 14,3 % (Juli: 10,3 %), die Gesamtteuerung bei 3,2 %. Die Kernrate ohne Energie und Nahrung fiel leicht auf 2,4 %. Lohnwachstum (Entgelt je Arbeitnehmer) im zweiten Quartal 3,3 % — kein klares Signal für Zweitrundeneffekte. Trotzdem bleibt Christine Lagarde beim „mittleren Pfad“. Die +25 Basispunkte Anfang September (Einlagensatz 2,50 %) seien eine „no-brainer“-Entscheidung gewesen — gemessen, nicht aggressiv. Märkte preisen mehrere weitere Schritte bis Mitte 2027 ein; sie liefert Argumente dagegen und verweist auf deutlich gestiegene Langfristzinsen, die Wachstum und Preisdurchschlag bereits dämpfen. Freitag kommt die Eurostat-Schnellschätzung für September — Volkswirte erwarten im Schnitt rund 3,7 %, fast nur über Energie. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. „Die Tugend liegt in der Mitte.“ — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →0,4 — und die 13. AHV soll über die Mehrwertsteuer laufen. Heute hat die FDP in Bern die Kampagne gegen die geplante MwSt-Erhöhung gestartet. Der reguläre Satz soll um 0,4 Prozentpunkte auf 8,5 % steigen — als Finanzierung der beschlossenen 13. AHV-Rente. Das Stimmvolk entscheidet am 29. November. Die Freisinnigen wollen die Rente selbst nicht stoppen. Die Finanzierung schon. Laut Partei belaufen sich die Mehrkosten für Haushalte auf mehrere hundert bis tausend Franken pro Jahr. BAK Economics beziffert die Wachstumsverluste über zehn Jahre auf fast 3,6 Milliarden Franken. Am stärksten betroffen wären KMU, Detailhandel und Gastronomie. Der Einkaufstourismus lag im vergangenen Jahr schon bei über 9 Milliarden Franken Ausgaben im Ausland. Kurz: Die Rente ist beschlossen — über den Preis streiten die Parteien noch bis Ende November. «Nicht wer wenig hat, ist arm, sondern wer mehr begehrt.» — Seneca
Auf LinkedIn öffnen →4'151 — und Gold fällt, obwohl Öl und Inflation steigen. Am Montag rutscht Spot-Gold um rund 3 % auf etwa 4'151 Dollar je Unze — tiefster Stand seit Anfang August, im September schon etwa minus 7 %. Gleichzeitig springt Brent um rund 4 % auf über 108 Dollar (Monatsplus rund 20 %), nachdem Trump den iranischen Hormus-Plan abgelehnt hat. Die Logik der Märkte: Höhere Ölpreise nähren Inflationssorgen — und die Fed-Wette. CME FedWatch sieht die Chance auf eine zweite Zinserhöhung im Oktober bei rund 68–70 %. Die US-Zehnjahresrendite notiert bei etwa 5,22 %, die Zweijahresrendite hat im September um rund 56 Basispunkte zugelegt — stärkster Monatsanstieg seit Februar 2023. S&P-Futures rund −0,5 %, Nasdaq-Futures rund −1 %. Gold gilt als Inflationsschutz. Heute gewinnt die Realrendite das Argument. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. «Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.» — Immanuel Kant
Auf LinkedIn öffnen →1,25 — und der Yen fällt trotzdem. Am 18. September hat die Bank of Japan den Leitzins auf 1,25 % angehoben — höchster Stand seit 31 Jahren, Entscheid 7 zu 2. Gouverneur Ueda spricht von einer neuen Phase der Geldpolitik. Normalerweise sollte der Yen darauf festigen. Stattdessen notiert USD/JPY am Montagmorgen weiter um die 157,7. Der Abstand zur Fed bleibt gross: In den USA liegt die Zielspanne nach dem September-Schritt bei 3,75–4,00 %. Rund 2,5 Prozentpunkte Vorsprung für den Dollar — genug, damit der Yen-Carry weiter läuft. Japans Headline-Inflation lag im August bei 1,9 %, ohne Frischlebensmittel bei 1,7 %. Tokio hat im Juli und August bereits rund 15,4 Billionen Yen für Interventionen ausgegeben. Und trotzdem wartet der Markt eher auf den nächsten BoJ-Schritt als auf den letzten. Zinsen steigen. Die Währung folgt nicht automatisch. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. «Reichtum gleicht dem Seewasser: je mehr man davon trinkt, desto durstiger wird man.» — Arthur Schopenhauer
Auf LinkedIn öffnen →2,2 — und der Leitzins steht trotzdem noch bei null. Klingt widersprüchlich, oder? Seit über einem Jahr belässt die SNB den Leitzins bei 0 %. Gleichzeitig verlangen fast alle Schweizer Banken für eine 10-jährige Festhypothek inzwischen 2 bis 2,2 %. So hoch wie zuletzt vor zwei Jahren. Seit März sind die Zehnjährigen um rund 0,43 Prozentpunkte gestiegen. Bei einer Million Franken Hypothek heisst das: 4'000 bis 5'000 Franken mehr Zins pro Jahr als noch im Frühling — über zehn Jahre leicht 40'000 Franken. Warum? Festhypotheken folgen nicht dem SNB-Leitzins, sondern den Kapitalmarkterwartungen. Und die rechnen schon mit steigenden Zinsen. Die BEKB sieht erste SNB-Schritte im Juni und September 2027; einzelne Experten sogar schon Ende 2026. Der Saron bleibt vorerst günstig — dürfte aber 2027 nachziehen. Nullzins am Schalter. Teurere Finanzierung am langen Ende. Genau da merkt man die Erwartung, bevor der Entscheid fällt. «Wer den Hafen nicht kennt, in den er segeln will, für den ist kein Wind der richtige.» — Seneca
Auf LinkedIn öffnen →3,6 — und Lagarde spricht heute, bevor die Zahl überhaupt da ist. Am Montag um 15:30 Uhr stellt sich EZB-Präsidentin Christine Lagarde dem Wirtschafts- und Währungsausschuss im EU-Parlament — während Volkswirte für Freitag schon 3,6 % Eurozone-Inflation im September erwarten (August: 3,2 %). Am Mittwoch folgt die deutsche Schnellschätzung; im August lagen Kraftstoffe bereits 27,7 % über dem Vorjahr. Über das Wochenende hat Trump den iranischen 7-Tage-Plan für die Straße von Hormus abgelehnt. Brent springt am Montagmorgen um rund 1,6 % auf 106 Dollar — plus etwa 17 % im September. Euro-Stoxx-50-Futures starten trotzdem etwa +0,4 %, DAX-Futures rund +0,3 %. Der Einlagensatz der EZB steht bei 2,50 %. Futures atmen leicht auf — Öl und Inflationswoche nicht. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. „Zweifle an allem wenigstens einmal, und wäre es auch der Satz, dass zweimal zwei vier ist.“ — Georg Christoph Lichtenberg
Auf LinkedIn öffnen →1,2 — und die letzte Nullzins-Bastion der Welt wackelt. Die SNB belässt den Leitzins bei null — zum fünften Mal in Folge. Gleichzeitig hebt sie die kurze Inflationssicht: Im vierten Quartal sollen es 1,2 % werden. Der Franken notiert gegen den Euro nahe Mehr-Monats-Tiefs (unter 1,06 Euro je Franken). Ökonomen rechnen mit dem ersten Zinsschritt schon im Dezember — spätestens März 2027. Für Hypothekarnehmer heisst das: Der Saron liegt noch um null, die günstigsten Saron-Hypotheken bei rund 0,9 %. Ein Schritt um 25 Basispunkte würde bei 800'000 Franken Kredit die Jahreszinsen um etwa 2'000 Franken verteuern. Nächste Lagebeurteilung: 10. Dezember. Kurz: Nullzins bleibt — aber das Ablaufdatum rückt näher. «Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig.» — Seneca Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →1,38 Billionen — und die Zinsrechnung der USA frisst schon 4,2 % vom BIP. Während die US-Zehnjahresrendite nahe Mehrdekaden-Hochs notiert, steigt die geschätzte jährliche Zinslast auf die US-Staatsschuld auf rund 1,38 Bio. Dollar. Parallel läuft ein globaler Sell-off: Japans 10-Jahres-Rendite über 3 % — Höchststand seit 1996. Deutschlands Bund kurz über 3,6 % — 17-Jahres-Hoch. UK-Gilts auf Niveaus wie zuletzt in den 1980ern. Berlin plant für 2026 Rekord-Neuverschuldung von 525,5 Mrd. Euro. Kurz: Das ist kein isoliertes US-Thema mehr. Höhere Renditen treffen Refinanzierung von Tokio bis Berlin — und lassen Staaten weniger Spielraum. «Die Zukunft hängt davon ab, was wir heute tun.» — Mahatma Gandhi Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →5,23 — und Wall Street klatscht trotzdem Applaus. Die US-Zehnjahresrendite hat am Freitag kurz 5,23 % erreicht — das höchste Niveau seit 2007. Die 30-jährige knackte sogar die 5,5 %-Marke, erstmals seit über zwei Jahrzehnten. Normalerweise wäre das Gift für Aktien. Stattdessen: Dow plus 479 Punkte auf 51.829, S&P und Nasdaq jeweils rund 0,5 % im Plus. Auf Wochenbasis legte der Nasdaq sogar um 2 % zu. Der Markt preist inzwischen eine Wahrscheinlichkeit von über 60 % für eine weitere Fed-Zinserhöhung im Oktober. Höhere Renditen belasten die Refinanzierung — und trotzdem hält die Risikobereitschaft. „Die Hindernisse auf dem Weg werden zum Weg.“ — Marc Aurel
Auf LinkedIn öffnen →Acht Banken — und Bern diskutiert, ob die UBS noch Schweizer bleibt. Sonntagsblick und Sonntagszeitung melden: Nach dem Ständerats-Entscheid zur 90-Prozent-Kapitalunterlegung der Auslandstöchter sollen acht globale Institute Interesse an einem Zusammenschluss mit der UBS signalisiert haben — darunter Morgan Stanley, Deutsche Bank und Standard Chartered. UBS-VR-Präsident Colm Kelleher soll den Entscheid so gelesen haben: Die Schweiz habe entschieden, «dass die UBS nicht willkommen ist». Semafor bestätigt Gespräche auf Führungsebene. Die Bank selbst kommentiert Spekulationen nicht. Finanzministerin Karin Keller-Sutter hält dagegen: Die Vorgaben seien «problemlos verkraftbar», ein Wegzug «viel teurer und rechtlich sehr komplex». Der Nationalrat muss das Geschäft noch beraten. Am Freitag sprang die UBS-Aktie um 3,5 % — Insider führen das auf die Fusionsgerüchte zurück. Bei 90 Prozent rechnet die UBS mit rund 16 Milliarden Dollar zusätzlichem Kapitalbedarf. Kurz: Zwischen strengster Bankenregulierung und Standort-Debatte steht die Schweiz an einem Wochenende, das weit über den Paradeplatz hinaus wirkt. Kein Garantie-Tipp — nur die Einordnung. «In der Mitte liegt die Tugend.» — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →−30,6 — und Deutschlands Verbraucher sparen wie in der Finanzkrise. Das NIM-Konsumklima powered by GfK fällt für Oktober auf −30,6 Punkte — 3,8 Punkte unter dem Vormonat (revidiert −26,8). Der Einkommensindikator bricht um 16,7 Zähler auf −15,0 ein, den tiefsten Stand seit April. Die Sparneigung steigt um 6,0 auf 21,5 Punkte — so hoch wie zuletzt in der Finanzkrise 2008. Rolf Bürkl vom NIM: Die Mehrheit der Haushalte rechnet damit, dass hohe Energiepreise die Kaufkraft drücken. Am Freitag schloss Europa noch grün (Stoxx 600 Woche ca. +0,5 %). Am Wochenende platzt die Hormus-Hoffnung: Trump lehnt den iranischen 7-Tage-Plan ab. Für den Montags-Open bleibt der Öl- und Inflationsdruck das Thema — während der Einlagensatz der EZB bei 2,50 % steht und der Markt weitere Schritte einpreist. Aktien atmen kurz auf — der Konsum in Europas größter Volkswirtschaft nicht. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“ — Immanuel Kant
Auf LinkedIn öffnen →0,83 — und der Franken testet Mehr-Monats-Tiefs gegen den Dollar. USD/CHF schloss die Woche nahe 0,83 und tastete sich an Mehr-Monats-Hochs heran. Der Zinsabstand treibt weiter: Die Märkte preisen eine Fed-Zinserhöhung im Oktober mit rund zwei Dritteln Wahrscheinlichkeit — während die SNB am Donnerstag bei null Prozent blieb. Carry-Trades nutzen den Franken weiter als Funding. Gleichzeitig hält die Nationalbank fest: Ölprodukte und Nahost treiben die kurze Inflationssicht (Jahresdurchschnitt 2026: 0,7 %, 2027/28: 0,8 %). Am Samstag hat Trump den iranischen 7-Tage-Hormus-Vorschlag abgelehnt — die Hoffnung auf schnelle Entspannung bei den Energiepreisen ist vorerst vom Tisch. Für die Schweiz übers Wochenende: schwächerer Franken stützt Exporteure, Öl bleibt Inflationsrisiko — und die nächste Bewegung kommt eher aus Washington und dem Golf als aus Zürich. «Geduld ist bitter, aber ihre Frucht ist süss.» — Jean-Jacques Rousseau Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Abgelehnt — und die Hoffnung auf offene Hormus-Straße platzt am Wochenende. Freitag feierten die Märkte den iranischen «7-Tage-Plan»: Öl gab 2–3 % nach (WTI 92,41 $, Brent 104,32 $), Wall Street schloss grün. Samstag sagt US-Präsident Trump öffentlich: «I reject their proposal.» Teheran wollte Hormus binnen sieben Tagen öffnen und den Krieg pausieren — unter Bedingungen. Trump bestätigt die Ablehnung und betont, Iran brauche dringend Einnahmen aus der Straße. Für den Montag: Der geopolitische Öl-Deckel bleibt. WTI liegt YTD bei etwa +61 %, Brent bei über +71 %. Und die Fed-Wette auf eine Oktober-Zinserhöhung liegt weiter bei rund zwei Dritteln Wahrscheinlichkeit. Kurz: Freitag Diplomatie-Fantasie — Samstag klare Absage. Der Öldruck bleibt Thema für die neue Woche. «Die Hoffnung ist ein gutes Frühstück, aber ein schlechtes Abendessen.» — Francis Bacon Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Plus 0,5 % — und Wall Street beendet die erste grüne Woche seit drei Wochen. Freitag schloss der S&P 500 bei 7’743 Punkten (+0,51 %), der Dow legte 0,93 % auf 51’829 zu, der Nasdaq 0,48 %. MSCI World +0,53 %. Treiber: KI-Fantasie (Microsoft +3,7 % nach dem neuen Copilot-Agenten) und Hoffnung auf eine diplomatische Öffnung der Straße von Hormus — Iran spricht von einem «7-Tage-Plan». Öl gab rund 2–3 % nach: WTI bei etwa 92 Dollar, Brent bei rund 104. Der Bondmarkt bleibt die andere Seite der Medaille: Die 10-jährige US-Rendite tastete kurz über 5,23 % (Höchst seit 2007) und schloss bei etwa 5,16 %. Die 30-jährige lief bis 5,53 %. Der MOVE-Index für Bond-Volatilität sprang diese Woche um rund 30 %. Kurz: Aktien feiern Diplomatie und KI — Zinsen und Volatilität bleiben der Gegenwind für die neue Woche. «Wir leiden mehr in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.» — Seneca Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Plus 1,2 % in der Woche — und der SMI tippt kurz über 14’000. Der Schweizer Markt schliesst die Woche freundlich: Am Freitag legte der SMI 0,29 % auf 13’945,71 Punkte zu, das Tageshoch lag bei 14’030. Gegenüber dem Vorfreitag ergibt das ein Wochenplus von 1,2 %. SMIM (+0,47 %) und SPI (+0,33 %) folgten mit. Grösster Einzelgewinner: die UBS (+3,5 % auf 40,80 Franken) — nach mehr als zwei Wochen Sinkflug. Neben den bekannten Exit-/Fusions-Spekulationen half auch die Einigung im milliardenschweren Greensill-Streit mit dem australischen Versicherer IAG. Partners Group, Logitech und Holcim lagen ebenfalls klar im Plus. Gebremst wurde der Index vor allem von Nestlé (−1,0 %) und Roche (−0,9 %). Novartis (+0,7 %) hielt dagegen. Bei den Mid Caps sticht Huber+Suhner heraus: Freitag +3,4 %, die Woche rund +12 %. Kurz: Die Schweiz hat wieder eine grüne Woche — getragen von Banken und Mid Caps, gebremst von den Schwergewichten. Die Stimmung bleibt vorsichtig, solange Öl und Anleiherenditen nervös schwanken. «Die Welt ist nichts anderes als ein ständiges Schwanken.» — Michel de Montaigne
Auf LinkedIn öffnen →Erste grüne Woche seit einem Monat — und die Bund-Rendite klettert trotzdem Richtung 17-Jahres-Hoch. Der Stoxx 600 hat die Woche mit rund +0,5 % abgeschlossen (Freitag +0,4 %) — die stärkste Woche seit Anfang August, nach drei Verlustwochen in Folge. Banken führten das Plus an; Energie lag zurück, weil der Ölpreis nachgab. Der DAX legte etwa 0,6 % zu. Rückenwind kam von hoffnungsvollen Signalen rund um Hormus und einem etwas günstigeren Rohöl. Gleichzeitig steuert die deutsche Zehnjahresrendite auf die siebte Wochensteigerung in Folge zu und notierte nahe 3,62 % — so hoch wie seit Juni 2009 kaum. Der Markt preist mindestens einen weiteren 25-Basispunkte-Schritt der EZB noch dieses Jahr ein; der Einlagensatz steht bei 2,50 %, der Pfad bis Ende 2027 eher Richtung 3,44 %. Kurzes Aufatmen an den Aktienmärkten — bei Finanzierungskosten, die weiter steigen. Kein Garantie-Tipp, nur Einordnung. „Nicht weinen, nicht lachen — verstehen.“ — Baruch Spinoza
Auf LinkedIn öffnen →Plus 4 % — und die UBS-Aktie spekuliert auf den Exit aus Berner Regeln. Nach dem harten Ständerats-Entscheid zu 90 % CET1 für Auslandstöchter zieht die UBS-Aktie heute kräftig an — am Nachmittag zeitweise über 4 % auf rund 41 Franken, während der SMI nur knapp im Plus lag. Auslöser: Ein Semafor-Bericht, wonach die Führung wieder über Wege diskutiert, dem starken Einfluss der Schweizer Aufsicht zu entkommen — inklusive einer möglichen Fusion mit einer ausländischen Bank. Genannt werden unter anderem Morgan Stanley, Deutsche Bank und Standard Chartered. Die Bank selbst äussert sich nicht. Hintergrund bleibt der Kapitalberg: UBS schätzt allein durch die 90-Prozent-Regel rund 16 Milliarden Dollar extra CET1; mit bestehenden Auflagen nach der Credit-Suisse-Übernahme käme man auf etwa 33 Milliarden. Als Nächstes entscheidet der Nationalrat — ein Endresultat ist frühestens nächstes Jahr realistisch. Kurz: Kursfeuerwerk auf Gerüchten. Die Regulierung bleibt, die Exit-Option ist Spekulation — und die Schweiz beobachtet genau. «Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern unsere Urteile über die Dinge.» — Epiktet
Auf LinkedIn öffnen →5,22 % — und selbst der Öl-Rücksetzer stoppt den Bond-Ausverkauf nicht. Die 10-jährige US-Rendite kletterte heute Richtung 5,22 % — so hoch wie seit 2007 nicht mehr und auf Kurs für den stärksten Wochenanstieg seit Mai. Die 30-jährige notiert weiter nahe einem Zwei-Jahrzehnte-Hoch. Dabei gab Brent rund ein Prozent nach, weil Märkte mögliche Annäherung zwischen Washington und Teheran einpreisen. Trotzdem: Swaps rechnen weiterhin mit drei weiteren Fed-Schritten à 25 Basispunkten. Aktien halten sich dank KI-Fantasie relativ gut — der Bondmarkt bleibt unbeeindruckt. Kurz: Entspannung beim Öl, keine Entspannung bei den Zinsen. «Es ist das Zeichen eines gebildeten Geistes, einen Gedanken zu ertragen, ohne ihn zu akzeptieren.» — Aristoteles Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Zwei Wochen Dollar-Gewinne — und der Euro rutscht auf ein Zweimonatstief. Der Dollar-Index legt diese Woche über 1 % zu und steuert auf die ersten back-to-back Wochengewinne seit Juni zu — nahe einem Zweimonatshoch. Der Euro fiel auf rund 1,1370 USD, Sterling dümpelt nahe einem Dreimonatstief. Im Hintergrund: US-10-Jahres-Renditen nach dem Bond-Ausverkauf bei etwa 5,17 % (nach mehr als 20 Basispunkten Anstieg über zwei Sessions). Die 30-Jahres-Rendite hatte zuvor das höchste Niveau seit 2004 erreicht. Swaps preisen drei weitere Fed-Viertelpunkte über das nächste Jahr ein. Etwas Entspannung bei Öl: Brent fiel rund 1 % auf etwa 105,40 USD, nachdem USA und Iran über eine schrittweise Hormuz-Öffnung und die Aufhebung der Hafen-Blockade gesprochen hatten. Gold hält sich um 4.270 USD. Kurz: Höhere US-Renditen und Hawkish-Fed-Bets treiben den Dollar — Energie und Geopolitik bleiben der Zündstoff für Inflation und weitere Schritte. „Das Hindernis zur Handlung fördert die Handlung. Was im Weg steht, wird zum Weg.“ — Marcus Aurelius
Auf LinkedIn öffnen →Minus 3 % — und der Franken ist plötzlich Verbündeter der SNB. Seit der letzten Lagebeurteilung hat der Franken handelsgewichtet rund 3 % verloren. Nach dem gestrigen Nullzins-Entscheid rutschte USD/CHF Richtung 0,828 — ein Mehrmonatshoch. Die grosse Zinsdifferenz zu Fed und EZB lässt Kapital woanders rendieren. Das lockert die monetären Bedingungen, ohne dass Bern handeln muss. Raiffeisen sieht den Franken inflationsbereinigt inzwischen ohne Überbewertung. Die Kehrseite: Ein schwächerer Franken importiert Teuerung — genau jetzt, wo Öl ohnehin drückt. Der Markt hat reagiert: Ende August waren bis Mitte 2027 nur etwa 25 Basispunkte SNB-Erhöhung eingepreist. Inzwischen sind es laut UBS rund 60. Die SNB selbst hält den Leitzins bei 0 % und bleibt «bei Bedarf» am Devisenmarkt aktiv — in beide Richtungen. Kurz: Gestern Pause. Heute zählt der Franken. Er hilft — und er könnte die Normalisierung früher erzwingen als gedacht. «Nichts beständig als der Wandel.» — Heraklit
Auf LinkedIn öffnen →3,58 % — und der Bund rendiert so hoch wie seit 2009 nicht mehr. Der 10-jährige Bund ist gestern auf rund 3,58 % gestiegen — das höchste Niveau seit Mitte 2009. Dahinter stecken zwei Kräfte: Öl über 105 Dollar und bessere Konjunkturdaten als erwartet. Die Eurozone-PMIs signalisieren die kräftigste Expansion der Privatwirtschaft seit fast dreieinhalb Jahren. Das deutsche Geschäftsklima legte ebenfalls stärker zu als gedacht und liegt auf dem höchsten Stand seit über drei Jahren. Der Markt liest das so: Die EZB bleibt eher straff — mindestens ein weiterer 25-Basispunkte-Schritt bis Jahresende ist eingepreist; manche Häuser wie BofA setzen klar auf Dezember (rund 93 % Wahrscheinlichkeit laut LSEG). Nach dem September-Schritt steht der Einlagensatz bei 2,50 %. Starkes Wachstum und teure Energie — das ist die Kombination, die den Bund und die Zinserwartungen weiter nach oben schiebt. «Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind günstig.» — Seneca
Auf LinkedIn öffnen →Null Prozent — und die Schweiz bleibt die ruhigste Notenbank der Welt. Die SNB hat heute wie erwartet den Leitzins bei 0 % belassen. Fünfte Sitzung in Folge ohne Schritt. Während Fed und EZB anheben, hält Bern den weltweit niedrigsten Leitzins. Was sich ändert: Die Inflationsprognose steigt leicht — 0,7 % für 2026, dann 0,8 % für 2027 und 2028. Im vierten Quartal kann die Teuerung wegen Öl kurz auf rund 1,2 % klettern, bevor sie wieder fällt. Das Wachstum für 2026 sieht die SNB nun bei 1,5–2,0 % — klar höher als das frühere «rund 1 %». Spannender als der Zins selbst: die Wortwahl zum Franken. Statt «erhöhter Bereitschaft» heißt es nur noch, bei Bedarf am Devisenmarkt aktiv zu sein. Der mittelfristige Druck steigt leicht, die Prognose bleibt aber im Preisstabilitätsband — und unterstellt weiter 0 % über den ganzen Horizont. Kurz: Pause bestätigt. Konjunktur etwas robuster. Die Tür zu späteren Schritten steht einen Spalt offen — aber noch nicht heute. «Die Tugend liegt in der Mitte.» — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →5,45 % auf 30 Jahre — und Williams sagt laut, was der Markt schon preist. New York Fed-Präsident John Williams in London: Eine weitere Zinsanhebung bis Jahresende sei «likely … appropriate». Die Märkte nehmen ihn beim Wort — die Chance auf einen Oktober-Schritt steht laut CME FedWatch bei rund 77,5 %. Philadelphia-Fed-Chefin Anna Paulson spricht parallel von «modest further tightening». Parallel rutscht der lange Bond-Markt tiefer: Die US-30-Jahresrendite stieg bis auf etwa 5,45 % — den höchsten Stand seit 2004. Die 30-jährige Hypothek notierte bei rund 7,37 %, dem höchsten Niveau seit Mai 2024. Und der Druck ist global: Japans Zehnjahresrendite auf dem höchsten Stand seit 1996, deutsche Bunds so teuer wie seit 2009 nicht. Öl hält den Inflationsdruck am Kochen: Brent lag trotz späterer Hormuz-Diplomatie-Gerüchte weiter über 105 Dollar. Für Portfolios heisst das: höhere Realzinsen, teurere Finanzierung — und Energie bleibt der Unruheherd. Ruhig bleiben lohnt sich, wenn die Schlagzeilen so schnell drehen. «Auch der längste Weg beginnt mit dem ersten Schritt.» — Laozi Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →5,11 % — und die globale Bond-Rallye ist vorbei, bevor sie richtig begann. Die US-Zehnjahresrendite stieg gestern auf rund 5,11 %, den höchsten Stand seit 2007. Der Anstieg um knapp 14 Basispunkte war der stärkste Tageszuwachs seit April 2025. Auslöser: überraschend starke US-Business-Aktivität (Composite-PMI bei 58,4 — Höchstwert seit Juli 2021), schwache Nachfrage bei einer 70-Milliarden-Dollar-Auktion fünfjähriger Treasuries und hawkische Fed-Töne. Der Schock schwappte nach Asien: Japans Zehnjahresrendite kletterte auf etwa 3,06 % — den höchsten Wert seit August 1996. An der Wall Street gab der S&P 500 rund 0,8 % ab, der Nasdaq über 1 %. Für Oktober preisen die Märkte inzwischen eine weitere Fed-Erhöhung mit rund zwei Dritteln Wahrscheinlichkeit ein. Öl gab etwas nach (Brent um die 102 Dollar), nachdem die US-Rohölvorräte überraschend gestiegen waren — genug Entspannung für den Rohstoff, aber noch nicht für die Anleihemärkte. Kurz: Die Renditen setzen die Messlatte für Aktien, Kredite und Hypotheken neu. Solange die Daten stark bleiben, bleibt der Druck auf Bonds. «Alles fließt.» — Heraklit
Auf LinkedIn öffnen →Heute um 9.30 Uhr — und der Markt tippt einstimmig auf null. Während Fed und EZB die Zinsen bereits angehoben haben, entscheidet die SNB heute Morgen über ihren Leitzins. Aktuell steht er bei 0 %. Alle 35 von Reuters befragten Ökonomen erwarten denselben Satz. Die Inflation liegt bei 0,8 %, der Franken ist schwächer geworden, die Konjunktur läuft besser. Spannender als der Entscheid selbst wird die Inflationsprognose: Viele rechnen mit einer Aufwärtskorrektur und einem ersten Hinweis auf spätere Schritte — ab 2027. Kurz: Heute wohl Pause. Die Zinswende rückt näher — nur eben noch nicht heute. «Geduld ist die Kunst, auf den richtigen Moment zu warten.» — François de La Rochefoucauld
Auf LinkedIn öffnen →Keine Lohnspirale — und trotzdem preisen die Märkte weitere EZB-Schritte ein. EZB-Chefökonom Philip Lane hat gestern in Genf klar gesagt: Auf den Energieschock folgt bisher keine starke Lohnreaktion. Die Leute spüren die höheren Lebenshaltungskosten — aber viele Firmen verweisen auf Konkurrenz aus China und Automatisierung. Wer zu viel verlangt, riskiert, ersetzt zu werden. Die Inflation lag zuletzt über 3 %; manche Ökonomen sehen bis Jahresende Richtung 4 %. Die Märkte rechnen grob mit drei bis vier weiteren Schritten nach Juni und September. Lane rechnet die Risikoprämie heraus und sieht den Peak eher knapp über 3 % — also eher zwei weitere Anhebungen, danach Entspannung bis Ende 2027. Risiken bleiben: Energiepreise laufen derzeit entlang des EZB-Negativszenarios bis Mitte 2027, und die Gasspeicher stehen bei rund 70 % — 16 Punkte unter dem historischen Schnitt. Einlagensatz: 2,50 %. «Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.» — Immanuel Kant
Auf LinkedIn öffnen →90 % — und die UBS rechnet mit rund 16 Milliarden Dollar zusätzlichem Kernkapital. Der Ständerat hat heute entschieden: Auslandstöchter systemrelevanter Grossbanken müssen künftig zu 90 Prozent mit hartem CET1 unterlegt werden. Mit 33 zu 10 Stimmen setzte sich die strengere Variante gegen den milderen WAK-Kompromiss durch. Heute gilt noch 45 % CET1. Morgen geht’s Richtung Verdoppelung. Der Bundesrat wollte 100 %, die UBS und Wirtschaftsverbände hätten 50/50 mit AT1 bevorzugt. Jetzt liegt Bern dazwischen — und die Bank spricht von «übermässiger» Verschärfung. Nächster Halt: der Nationalrat, frühestens im Dezember. Bis die Regeln greifen, können Monate oder Jahre vergehen. Parallel schaut der Markt morgen auf die SNB: Leitzins bei 0 % bleibt der Konsens, trotz August-Inflation von 0,8 %. Zwei Schweizer Domestika an einem Tag: Regulierung verschärft, Geldpolitik weiter ruhig. Wer die CS-Lehren ernst nimmt, freut sich über dickeres Eigenkapital. Wer den Finanzplatz international denkt, warnt vor Wettbewerbsnachteilen. Beides kann stimmen — und beides wird der Zweitrat noch einmal wägen. «Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen über die Dinge.» — Epiktet
Auf LinkedIn öffnen →Die Märkte haben den Oktober-Zinsentscheid praktisch schon abgehakt — und das an einem einzigen Mittwoch. S&P Globals Flash-PMI für die USA ist im September auf 58,4 gesprungen — der höchste Stand seit Juli 2021. Services und Manufacturing beide auf Fünfjahreshoch. Dazu Fed-Governor Michael Barr in Chicago: Die Fed war «out of position», und in seinem Basisszenario sind weitere Zinsanpassungen nötig. Die Wahrscheinlichkeit einer weiteren +25-bp-Erhöhung Ende Oktober sprang laut LSEG von rund 53 % auf etwa 75 %. Der Dollar-Index notierte bei rund 101,09 — höchster Stand seit Ende Juli. Der Euro rutschte auf etwa 1,1386 Dollar. Parallel drehte Öl wieder nach oben: Irans Sicherheitsratssekretär Mohsen Rezaei stellte klar, ohne Erfüllung der iranischen Bedingungen bleibe die Straße von Hormus zu — und es gebe keine Verhandlungen. Die diplomatische Hoffnung von der UN-Generalversammlung verliert damit an Boden. Kurz gesagt: Heiße US-Konjunkturdaten plus hawkishe Fed-Rhetorik plus geopolitischer Öl-Risikozuschlag. Für Portfolios heisst das vorerst: höhere Realzinsen, starker Dollar, und Energie als Inflationsrisiko bleibt im Spiel. «Das Glück deines Lebens hängt von der Qualität deiner Gedanken ab.» — Marcus Aurelius
Der Dollar steht auf dem Zwei-Monats-Hoch — und Wall Street preist schon den nächsten Fed-Schritt ein. Der US-Dollar-Index notiert bei rund 100,71, dem stärksten Stand seit Ende Juli. Der Euro rutschte auf etwa 1,143 Dollar und damit auf den tiefsten Kurs seit Ende Juli. Grund: Hawkish-Signale der Fed und die Erwartung weiterer Zinserhöhungen. Nach dem jüngsten Fed-Schritt sehen Goldman Sachs und Bank of America inzwischen wieder eine Erhöhung im Oktober. Die Märkte preisen eine Oktobersitzung mit rund 55–62 % Wahrscheinlichkeit ein — und für mindestens eine weitere Anhebung in diesem Jahr liegen die Chancen bei etwa 90 %. Fed-Chair Kevin Warsh sprach von einer «Dosis Accommodation», die man entfernt habe — und liess die Tür für mehr offen. Gleichzeitig gibt Öl etwas Luft: Brent notierte bei rund 98,50 Dollar, nachdem diplomatische Signale zur Wiederöffnung der Straße von Hormus die Versorgungssorgen etwas dämpften. Heute stehen Flash-PMIs in der Eurozone und den USA auf dem Kalender — die nächsten Daten, die den Zinspfad bestätigen oder korrigieren können. Kurz: Der Dollar bleibt stark, solange die Zinserwartungen halten. Die Daten entscheiden, ob aus der Erwartung ein zweiter Schritt wird. «Wer nicht weiss, wohin er will, dem ist kein Wind günstig.» — Seneca
Auf LinkedIn öffnen →Heute Vormittag entscheidet der Ständerat — und für die UBS stehen bis zu 20 Milliarden Dollar auf dem Spiel. Nach der vertagten Debatte von letzter Woche fällt heute der Entscheid zur Eigenkapitalunterlegung der Auslandsbeteiligungen. Bundesrat und SNB wollen 100 % hartes Kernkapital. Die WAK-S-Mehrheit setzt auf volle Unterlegung, davon bis zu 50 % mit AT1 — ein Modell, das Sergio Ermotti inzwischen «verkraftbar» nennt. Ermotti geht weiter: «Es geht um mehr als die UBS, es geht um die Schweiz.» Er wirft Finma, SNB und SIF vor, die Parlamentarier falsch informiert zu haben. Die Bank und Wirtschaftsverbände werben bis zuletzt für den Kommissionsweg. Drei Jahre nach dem CS-Wochenende entscheidet Bern heute, welche Lehre sie wirklich zieht. Danach folgt der Nationalrat — und möglicherweise das Volk. «Die Tugend liegt in der Mitte zwischen zwei Extremen.» — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →Nagels Botschaft aus London: Neutral reicht vielleicht nicht mehr. Bundesbank-Präsident Joachim Nagel hat gestern klar gemacht: Die EZB-Zinsen liegen noch im neutralen Bereich. Mild restriktiv schliesst er aber nicht aus, solange hohe Energiepreise die Inflation über dem Ziel halten. Zusätzlich betont er: Der Ölpreis ist nicht der einzige Indikator — aber er ist in den letzten vier Jahren deutlich relevanter geworden. Die Kerninflation bleibt zu hoch; starke Zweitrundeneffekte sieht er bisher noch nicht. Heute Morgen starten die Futures freundlich: DAX rund plus 0,3 %, Euro-STOXX-50 plus 0,25 %. Nach dem September-Schritt liegt der Einlagensatz bei 2,50 % — und die Frage bleibt, ob der nächste Schritt eher im Oktober oder erst im Dezember kommt. «Man kann nicht zweimal in denselben Fluss steigen.» — Heraklit
Auf LinkedIn öffnen →UBS minus fast 4 % — und Bern hält trotzdem an 100 % CET1 fest. Heute am Finance Forum in Zürich: Karin Keller-Sutter bestätigt, dass Bundesrat und SNB bei der vollständigen Unterlegung der UBS-Auslandstöchter mit hartem Kernkapital bleiben. Die Aktie rutschte zwischenzeitlich auf ein Drei-Monats-Tief — der Markt preist die Unsicherheit vor dem Ständerat-Entscheid morgen Vormittag. Drei Modelle liegen auf dem Tisch: • Bundesrat und SNB: 100 % CET1 • Minderheit: 90 % CET1 • WAK-S-Mehrheit (Favorit der UBS): 50/50 aus CET1 und AT1 Keller-Sutter bringt es freundlich, aber klar auf den Punkt: Wer haftet am Schluss — der Aktionär oder der Steuerzahler? Morgen entscheidet der Ständerat. Danach folgt der Nationalrat — und vielleicht sogar eine Volksabstimmung. «Salus populi suprema lex esto.» — Cicero (Das Wohl des Volkes sei das oberste Gesetz.)
Auf LinkedIn öffnen →Brent unter 100 $ — und Teheran spricht von sieben Tagen für Hormuz. Öl fällt auf ein Zwei-Wochen-Tief: Brent rutschte Richtung 98 $, nachdem ein iranischer Vertreter signalisierte, die Straße von Hormus könne binnen einer Woche wieder geöffnet werden — wenn Washington den Druck lockert. Parallel startet Saudi-Arabien die Ost-West-Pipeline wieder an, die Öl zum Roten Meer bringt. An der Wall Street hält sich der Nasdaq nahe dem Rekordhoch, während Banken spürbar unter Druck stehen. Die Märkte rechnen weiter mit rund 50 % Chance auf einen weiteren Fed-Schritt im Oktober. Und Trumps UN-Rede erinnert: Diplomatie und Eskalation liegen nah beieinander. Ruhig bleiben lohnt sich — besonders wenn die Schlagzeilen so schnell drehen. „Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige.“ — Seneca Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Nasdaq auf Rekord — und Meta macht plus 11 % mit einem KI-Agenten. Wall Street hat den Montag klar gewonnen: Der Nasdaq schloss 2,3 % höher auf einem neuen Rekordhoch. Meta sprang rund 11 % nach oben, nachdem der neue KI-Agent Muse die Download-Charts anführte. AMD näherte sich der Billionen-Marke, Intel plus gut 12 %, Arm plus rund 17 %. Auch Asien folgt: Kospi und Taiwan im Plus, getragen von Chipwerten. Dazu kommt etwas Entspannung beim Öl: Brent rutschte Richtung 100 $, nachdem Gespräche mit dem Iran in New York im Raum stehen. Der Dollar bleibt fest — die Märkte rechnen weiter mit einer möglichen Fed-Zinsanhebung im Oktober. Und am Donnerstag trifft Trump Xi — Handel und KI stehen auf der Agenda. Freundliche Erinnerung: Starke Tage fühlen sich leicht an. Die spannenden Fragen kommen oft am nächsten ruhigen Morgen. „Das Glück deines Lebens hängt von der Qualität deiner Gedanken ab.“ — Mark Aurel
Auf LinkedIn öffnen →SMI plus 1,2 % — und AMS Osram macht den Montag mit plus 23 %. Der Leitindex schloss bei 13’957 Punkten. Roche (+2,2 %), Nestlé und Novartis zogen mit; Givaudan führte den Index mit +3,7 %. Dahinter die Tech-Schiene: ABB, Logitech, VAT — und AMS Osram nach dem VCSEL-Erfolg für KI-Rechenzentren. Der Franken legt heute morgen zum Dollar zu. Risk-on dämpft den Greenback — und bringt den Franken wieder etwas zurück. Donnerstag dann die SNB: 35 von 35 Ökonomen erwarten weiterhin 0 Prozent. Spannend bleibt die neue Inflationsprognose. «Mut steht am Anfang des Handelns, Glück am Ende.» — Demokrit
Auf LinkedIn öffnen →STOXX 600 plus 1 % — der stärkste Tag seit Anfang Juli. Banken und Tech haben den Montag gezogen (je +1,7 %), während Brent den vierten Tag in Folge nachgab. Der DAX legte 1,1 % zu, der CAC rund 0,9 %, der FTSE 0,8 %. Energie blieb leicht zurück; der Rest atmete auf. Heute stehen Lagarde und das Eurozonen-Verbrauchervertrauen auf dem Kalender. Der Markt hat die Erleichterung schon eingepreist — ob sie hält, zeigt der Nachmittag. „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.“ — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →35 zu null — so einig waren sich Reuters-Ökonomen selten. Am Donnerstag entscheidet die SNB. Alle 35 befragten Experten erwarten denselben Ausgang: Der Leitzins bleibt bei 0 %. Fast alle sehen das auch bis Jahresende so. Zwei Drittel tippen sogar darauf, dass null bis Ende 2027 hält. Klar: Die August-Inflation liegt bei 0,8 %, das Wachstum war zuletzt überraschend stark. Aber die Kerninflation bleibt bei rund 0,4 % — und damit weiterhin im SNB-Zielband von 0–2 %. Spannend wird weniger der Entscheid selbst als die Lagebeurteilung. Fed und EZB haben wegen der Ölpreise schon angehoben. Die Schweiz bleibt die Ausnahme — und genau das machen Märkte am Donnerstag um 09:30 zur Frage Nummer eins. «Das Bessere ist der Feind des Guten.» — Voltaire Nur Marktbeobachtung, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Nasdaq +1,5 % — und die KI-Titel machen den Montag. Wall Street schließt klar im Plus: S&P 500 rund +1 %, Nasdaq etwa +1,5 %. Treiber sind die Chip- und KI-Werte — Intel und AMD legen jeweils rund 8–9 % zu, Meta knackt ein Mehr-Monats-Hoch. Parallel fällt Brent mehr als 3 % und notiert wieder nahe 100 $. Die US-Zehnjahresrendite rutscht unter die psychologische 5 %-Marke. Europa hatte vorausgelaufen: DAX und CAC jeweils rund +1 %. Dazu Hoffnungen auf Fortschritte bei den Nahost-Gesprächen und das Trump-Xi-Treffen am Donnerstag. Aber: Die Märkte sehen weiterhin etwa 50 % Wahrscheinlichkeit für einen weiteren Fed-Schritt im Oktober. Einatmen ja — Entwarnung noch nicht. „Es sind nicht die Dinge selbst, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von ihnen haben.“ — Epiktet Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Heute atmen die Märkte auf — und Öl gibt den Takt vor. Asiens Aktien legen rund 0,8 % zu, S&P-Futures +0,4 %, Nasdaq-Futures +0,6 %. Der MSCI All Country World Index ist auf dem Weg zur dritten Gewinnsession in Folge. Parallel fällt Brent den vierten Tag: rund −1,3 % auf ca. 102,50 $. Weniger Energiepreisdruck, etwas mehr Risikoappetit. Der Katalysator: Finanzminister Bessent nennt die US-China-Vorgespräche «sehr erfolgreich». Geplant ist ein gemeinsamer KI-Dialog — vor dem Trump-Xi-Treffen am Donnerstag. Kein großer Deal erwartet, aber schon Stabilität und eine verlängerte Handelsruhe würden Asien stützen. Bleibt der Blick auf den Hintergrund: Die Fed hat letzte Woche erstmals seit 2023 angehoben, die Märkte preisen weiter Straffung. Diplomatie hilft der Stimmung — sie ersetzt keine Zinsen. «Ein Weg von tausend Meilen beginnt mit dem ersten Schritt.» — Laozi Alles Spekulation, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Heute macht der SMI eine klare Ansage — und sie klingt nach Apotheke. Ab heute sitzen Sandoz und Galderma im Schweizer Leitindex. Swisscom und Kühne+Nagel rutschen in den SMIM. Sechs von zwanzig Titeln kommen jetzt aus dem Gesundheitsbereich. Das Sektorgewicht liegt laut VZ bei rund 43 Prozent. Spannender Timing-Twist: Die Deutsche Bank hat den Gesundheitssektor in Europa gerade von Overweight auf Neutral zurückgestuft — während der SMI noch pharmalastiger wird. Nestlé bleibt bei den DB-Strategen overweight; ihr SMI-Ziel bis Jahresende: 14’500 Punkte. Sandoz startet den SMI-Tag mit Rückenwind: Kanada hat ein Semaglutid-Generikum zugelassen, plus ein Hemlibra-Biosimilar in der Pipeline. Donnerstag dann die SNB — Leitzins weiter bei 0 Prozent erwartet. «Nichts besteht, alles fliesst.» — Heraklit
Auf LinkedIn öffnen →Heute wechselt Europas Elite-Index die Mannschaft — und VW fliegt raus. Ab Börsenstart gilt die neue Euro-Stoxx-50-Zusammensetzung: Nokia und Engie kommen rein, Volkswagen Vorzüge und Wolters Kluwer fliegen raus. Für Nokia ist es die Rückkehr nach einem Jahr. VW verlässt den Index nach 28 Jahren — die Aktie liegt 2026 rund 27 % im Minus, unter Druck durch chinesische Konkurrenz und die laufende Restrukturierung. Nokia hat sich stärker auf Glasfaser-Technik für KI-Rechenzentren ausgerichtet; die Aktie hat sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt. Dazu heute: Bundesbank-Monatsbericht und Novo-Nordisk-Kapitalmarkttag. Donnerstag folgen Ifo und die SNB. „Der Wandel allein ist ewig, beständig, unsterblich.“ — Arthur Schopenhauer
Auf LinkedIn öffnen →Morgen bekommt der SMI eine Pharmaspritze — zwei alte Bekannte müssen Platz machen. Ab Montag sitzen Galderma und Sandoz im Schweizer Leitindex. Swisscom und Kühne+Nagel wechseln in den SMIM. Der Gesundheitsanteil im SMI steigt damit von rund 36 auf etwa 40 Prozent — sechs der zwanzig Blue Chips kommen aus Pharma und Medtech. Freitag war die Abschiedsvorstellung: Nestlé belastete den Index mit einem Vier-Monats-Tief nach der Russland-Meldung, der SMI schloss 1,15 % tiefer bei 13'787 Punkten. Sandoz und Galderma hatten ihre letzte Session im SMIM schon mit Plus hinter sich. Indexwechsel sind keine Kursprognose — aber sie zeigen, wohin Kapital und Umsatz in der Schweiz gerade wandern: weg von Telko und Logistik, hin zu Haut und Generika. «Wer das Neue nicht kennt, kennt auch das Alte nicht.» — Konfuzius Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →USA und China sitzen wieder am Tisch — vier Tage vor dem Gipfel. In New York starten Finanzminister Bessent und Vizepremier He Lifeng Gespräche zu Zöllen, kritischen Rohstoffen und KI-Leitplanken. Der fragile Handelstruce läuft am 10. November aus; Trump und Xi treffen sich am 24. September in Washington. Parallel: US-Zehnjahresrendite hatte diese Woche die 5-Prozent-Marke geknackt, Öl bleibt über 100 Dollar, die Fed hat erstmals seit drei Jahren angehoben. Für Märkte zählt weniger das Foto als das Kleingedruckte: Seltene Erden, AI-Guardrails und ob der Waffenstillstand im Handel verlängert wird. Sonntagabend, und die Woche beginnt mit Geopolitik. „Nur wer das Ziel kennt, findet den Weg.“ — Laotse Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →KOSPI nahe 6.900 — trotz hawkischer Fed. Südkoreas Leitindex schloss bei 6.894 Punkten und legte am Freitag 2,7 % zu. Ausländische Investoren waren erstmals seit acht Sitzungen wieder Nettokäufer. Paradox: Der Dot Plot deutet auf weitere Fed-Schritte, doch die langen US-Renditen fielen — Klarheit bei der Inflationsbekämpfung beruhigt. AI- und Chipwerte zogen mit; Öl gab etwas nach. Für Anleger bleibt der Zinszyklus straff. Asien verdaut die Unsicherheit aber schneller als erwartet. Nächste Woche: China LPR, US-PMI und der Gipfel USA–China am 24. September. «Alles fliesst.» — Heraklit Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →Donnerstag entscheidet die SNB — und ING sieht weiterhin keinen Grund zum Handeln. Die Schweizer Wirtschaft hat überrascht: kräftiges zweites Quartal, Wachstumsprognose für 2026 auf 1,9 % angehoben. Trotzdem bleibt die Teuerung im Zielkorridor — im August 0,8 %, ohne Mineralölprodukte nur 0,3 %. Am 24. September um 09:30 folgt die geldpolitische Lagebeurteilung. Konsens und ING tippen auf Leitzins bei null. Die Inflationsprognose könnte kurzfristig etwas steigen (Energie, etwas schwächerer Franken) — am mittelfristigen Bild ändert das wenig. Mehr Wachstum, Preise im Griff, Zinsen bei null: Die Schweiz bleibt die Ausnahme unter den Notenbanken. «Die Tugend liegt in der Mitte.» — Aristoteles
Gas über 80 € — und der Winter hat noch nicht einmal begonnen. Europas Gaspreis hält sich über der 80-Euro-Marke je MWh. Die Speicher liegen bei rund 69 %, klar unter dem Fünfjahresdurchschnitt. Brent bleibt hoch, Diesel in der EU rund 38 % teurer als vor einem Jahr. EZB-Rat Kazimir rückt Gas und Strom ins Zentrum: Inflationsrisiken klar nach oben. Märkte sehen am 29. Oktober schon ~60 % Chance auf den nächsten Schritt — viele Ökonomen tippen eher auf Hold und erst im Dezember 2,75 % Einlagezins. Einlagensatz steht seit dem 16. September bei 2,50 %. Die spannende Frage für Europa: Wie lange hält der Energieschock, bevor er in die Kerninflation sickert? „Habe den Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ — Immanuel Kant
Fast 4 % in den USA, null in der Schweiz — der Franken wird zum Funding. Nach der ersten Fed-Erhöhung seit drei Jahren stieg der Dollar zum Franken bis auf ein Jahreshoch von rund 0,827. USD/CHF hält sich über 0,82; EUR/CHF liegt bei etwa 0,94. In vier Wochen in Folge gewann der Dollar gegenüber dem Franken. Am Donnerstag entscheidet die SNB. Kaum jemand erwartet etwas anderes als null. Die Zinslücke zu den USA bleibt damit so weit wie lange nicht — und macht den Franken attraktiv als günstige Finanzierungsseite. Während andere Notenbanken anziehen, bleibt die Schweiz bei null. Am 24. September zeigt sich, ob die SNB diese Gleichung bestätigt. „Du hast Macht über deinen Geist — nicht über äussere Ereignisse. Erkenne das, und du wirst Kraft finden.“ — Marcus Aurelius Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Erste Zinserhöhung seit drei Jahren — und die Märkte wetten schon auf die nächste. Die Fed hat den Leitzins auf 3,75–4 % angehoben, zum ersten Mal seit Juli 2023. Zwölf von 18 Offiziellen sehen bis Jahresende noch mindestens einen weiteren Schritt; die Wahrscheinlichkeit für Oktober liegt bereits über 50 %. Parallel hat die Bank of Japan auf 1,25 % erhöht, die Bank of England hält und friert Bond-Verkäufe ein. Brent bleibt über 100 Dollar, die US-Zehnjahresrendite nahe der 5-Prozent-Marke. Wochenende nach einem hawkischen Fed-Tag: Die Frage ist nicht ob, sondern wie schnell der nächste Schritt kommt. „Nichts ist beständiger als der Wandel.“ — Heraklit Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →Öl über 100, Rendite nahe 5 % — und die Märkte atmen trotzdem durch. Am Freitag legten globale Aktien leicht zu: S&P 500 und Nasdaq drehten ins Plus, während Europa noch −1,1 % lag. Dahinter steckt eine Woche voller hawkischer Signale — Fed-Erhöhung, BoJ bei 1,25 %, EZB und BoE mit Warnungen. Brent blieb über 104 Dollar, die US-Zehnjahresrendite nahe der 5-Prozent-Marke. Gold holte Richtung 4.400 Dollar auf. Die Erleichterung ist da — aber fragil, solange Energie und Renditen hoch bleiben. «Das Glück deines Lebens hängt ab von der Qualität deiner Gedanken.» — Marc Aurel Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →Von 0,9 auf 1,7 % — das SECO sieht die Schweiz plötzlich deutlich stärker. Die Expertengruppe des Bundes hat ihre BIP-Prognose für 2026 kräftig angehoben (Juni: noch 0,9 %). Dahinter steckt ein starkes erstes Halbjahr, robuster Aussenhandel und ein etwas schwächerer Franken, der den Export stützt. Die Inflation bleibt derweil bei prognostizierten 0,6 % im Jahresdurchschnitt — trotz dem August-Sprung auf 0,8 %. Und in fünf Tagen, am 24. September, entscheidet die SNB. Der Konsens tippt weiter auf null. Mehr Wachstum, moderate Preise, Zinsen bei null: Genau diese Gleichung macht die Schweiz gerade so spannend. «Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht — weil wir es nicht wagen, ist es schwer.» — Seneca
Auf LinkedIn öffnen →−1,6 % am DAX — und die Erzeugerpreise liefern die Begründung. Deutsche Erzeugerpreise im August: +4,6 % zum Vorjahr, stärker als erwartet — vor allem wegen Energie. Der Euro-Stoxx-50 gab am Freitag −1,4 % nach, Renditen zogen wieder an, Brent blieb hoch. Gleichzeitig dämpfen Lagarde und EZB-Vize Vujčić die reine Öl-Logik: Nicht nur der Energiepreis entscheidet. Wachstum, Konsum und die breite Datenlage zählen mit — von Sitzung zu Sitzung. Viele Ökonomen rechnen mit dem nächsten (vielleicht letzten) Schritt erst im Dezember Richtung 2,75 % Einlagezins. Die Märkte bleiben nervös. Die Botschaft aus Frankfurt und Dublin: Augenmaß statt Tunnelblick. „Es ist nicht die Sache selbst, die uns beunruhigt, sondern die Meinung, die wir uns davon machen.“ — Epiktet
Auf LinkedIn öffnen →13 Milliarden Dollar zusätzliches Kapital — und jetzt redet auch Pimco mit. Am Donnerstag hat der Ständerat die UBS-Kapitalfrage angefasst, ohne zu entscheiden. Der Bundesrat will ausländische Beteiligungen voll mit hartem Kernkapital (CET1) unterlegen. Der WAK-S-Kompromiss erlaubt bis zur Hälfte über AT1-Anleihen. Heute positioniert sich Pimco — einer der wichtigsten Anleiheinvestoren weltweit — näher beim Kompromiss: CET1 soll den überwiegenden Anteil tragen, AT1 kann den Rest ergänzen. Gleichzeitig warnt der Asset Manager: Schweizer Regeln sollten nah an internationalen Standards bleiben, sonst leidet das Vertrauen in den AT1-Markt. Auch BlackRock schaut genau hin — vor allem auf klare Regeln für Ausschüttungsstopps und Wandlung. Für den Finanzplatz Schweiz geht es um mehr als eine Bank: um Stabilität und Wettbewerbsfähigkeit zugleich. „Die Tugend ist die Mitte zwischen zwei Extremen.“ — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →+1,69 % am Nasdaq — und trotzdem wetten die Märkte schon auf die nächste Erhöhung. Einen Tag nach dem Fed-Zinsschritt drehen die US-Märkte: Der S&P 500 legt rund 1,1 % zu, der Nasdaq sogar 1,69 %, vor allem Halbleiter und AI. Parallel gibt Öl nach (WTI unter 102 $), die 10-jährige US-Rendite rutscht wieder unter 5 %. Der Auslöser: Hoffnung auf Entspannung bei den Lieferungen aus dem Nahen Osten und die Gewissheit, dass die Fed Inflation ernst nimmt. Gleichzeitig liegt die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Erhöhung im Oktober bereits über 50 %. Relief-Rallye — oder nur eine Verschnaufpause vor dem nächsten Schritt? „Wir leiden mehr in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.“ — Seneca Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →1,25 % — Höchststand seit 31 Jahren. Die Bank of Japan hat heute den Leitzins von 1,0 % auf 1,25 % angehoben. Der Schritt war erwartet, der Ton etwas milder als bei Fed und EZB: Zwei Stimmen votierten dagegen. Der Yen gab nach (rund 157 zum Dollar), während Asiens Börsen zulegten — Nikkei etwa +1,9 %, Kospi sogar +2,3 %. Gleichzeitig entspannt sich das Öl: Brent liegt wieder nahe 104 Dollar, und die 10-jährige US-Rendite fiel unter 5 %. Wall Street hatte gestern schon aufgeholt; Asien folgt. Für Anleger endet die grosse Zentralbank-Woche mit einem weiteren Schritt — und Märkten, die erst einmal durchatmen. «Es ist nicht die Last, die dich bricht, sondern die Art, wie du sie trägst.» — Epiktet Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →Eigentümer — und trotzdem ohne Kontrolle. So klingt das neue Kapitel von Nestlé in Russland. Putin hat Nestlé Russia und Nestlé Kuban unter vorübergehende Fremdverwaltung gestellt. Die Anteile verwaltet künftig die russische L.E.V. Management. Nestlé bleibt formal Eigentümer — entscheidet aber vorerst nicht mehr selbst. Russland macht rund 2 % des Konzernumsatzes aus, mit sechs Produktionsstandorten. Nach 2022 blieb Nestlé bewusst im Land — Grundnahrungsmittel für die Bevölkerung. Jetzt prüft der Konzern die nächsten Schritte. Geopolitik trifft Bilanz. Auch wenn 2 % klein wirken: Kontrolle über Assets ist kein Detail. «Du hast Macht über deinen Geist — nicht über äussere Ereignisse.» — Mark Aurel
Auf LinkedIn öffnen →Über 50 % — so hoch wetten die Märkte auf die nächste EZB-Erhöhung im Oktober. Nach dem Schritt auf 2,50 % bleibt die Botschaft aus Frankfurt klar: die Inflation dürfte länger über dem Ziel bleiben. Der Euro startet den Freitag ruhig bei rund 1,1480 zum Dollar — gestützt von etwas günstigerem Öl und nachgebenden US-Renditen. Heute stehen deutsche Erzeugerpreise und britische Einzelhandelszahlen auf dem Kalender. Kleine Daten, grosse Fragen: Wie viel Zinsspielraum bleibt bis zum Jahresende? «Wir leiden oft mehr in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.» — Seneca Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →«Wir können damit leben» — so gelassen klingt die UBS zum härteren Eigenkapital. Heute hat der Ständerat stundenlang über die neuen Eigenmittelregeln für systemrelevante Banken debattiert — und den Entscheid auf nächste Woche verschoben. Am Mittwoch geht’s weiter, dann auch mit Finanzministerin Karin Keller-Sutter. Drei Lager, ein Kernstreit: Der Bundesrat will 100 % hartes Kernkapital (CET1) für Auslandstöchter. Die WAK-S-Mehrheit schlägt 50 % CET1 und 50 % AT1 vor. Eine Minderheit will 90 % CET1. Für die UBS stehen laut eigenen Angaben rund 22 Milliarden US-Dollar zusätzliches CET1 im Raum, wenn der Bundesrats-Weg kommt. UBS-Präsident Colm Kelleher sagte am Jahresanlass der Bankiervereinigung in St. Gallen: Mit dem WAK-S-Kompromiss könne man leben — «aber es wird uns mehr kosten». Erfreut sei er nicht. Sein Ziel bleibt ein Schweizer Kompromiss, der die Bank hier wettbewerbsfähig lässt. In Bern wird also weiter gerungen — und die Märkte warten auf den nächsten Schritt. «Was im Wege steht, wird zum Weg.» — Marc Aurel Nur Markteinschätzung, kein Anlage-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →6 zu 3 — und trotzdem hält die Bank of England bei 3,75 %. Heute hat die BoE den Leitzins zum sechsten Mal in Folge unverändert belassen. Drei Mitglieder wollten schon auf 4 % gehen. Der Ton ist deutlich schärfer geworden: Die Inflation könnte Anfang 2027 leicht über 4 % steigen — mehr als das Doppelte des Ziels. Gouverneur Bailey sagt klar: Je länger die Energiepreise hoch bleiben, desto wahrscheinlicher wird ein weiterer Zinsschritt. Gleichzeitig pausiert die BoE aktive Gilt-Verkäufe für sechs Monate. Dazu der Kontext: Gestern hat die Fed zum ersten Mal seit über drei Jahren angehoben. Morgen dürfte die Bank of Japan auf 1,25 % gehen — das höchste Niveau seit über 30 Jahren. Drei grosse Notenbanken. Eine Woche. Und die Märkte müssen neu einpreisen. „Der Weise passt sich den Umständen an, wie Wasser sich dem Gefäss anpasst.“ — Laotse Wie siehst du die Chance auf einen BoE-Schritt im November?
Auf LinkedIn öffnen →Erste Zinserhöhung seit über drei Jahren — und der Dollar steht auf einem Sieben-Wochen-Hoch. Die Fed hat über Nacht den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75–4,00 % angehoben. Einstimmig und mit eher hawkischem Signal: Der Dot Plot deutet auf einen weiteren Schritt noch in diesem Jahr. Kurzfristige US-Renditen zogen an, der Dollar stieg auf ein Sieben-Wochen-Hoch. Asiatische Aktien und US-Futures legen leicht zu — der Markt verdaut den Schritt, ohne in Panik zu geraten. Für Anleger heisst das: mehr Klarheit bei der Inflationsbekämpfung, aber auch höhere Hürden für Bewertungen und mehr Druck auf andere Währungen. Wie Seneca sagte: «Wir leiden oft mehr in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.» Die Märkte scheinen genau das zu prüfen — und bleiben erst einmal gelassen.
Auf LinkedIn öffnen →+0,5 % — so freundlich startet der SMI heute in den Handel. Nach dem Fed-Schritt (+25 bp auf 3,75–4,00 %, einstimmig) atmen die US-Vorgaben auf — und Zürich folgt. Heute wird’s aber vor allem datenreich: Aussenhandel und Uhrenexporte für August, SECO-Herbstprognose und das Raiffeisen-Vorsorgebarometer. Parallel berät der Ständerat über das Bankengesetz. Während die Fed schon den nächsten Schritt 2026 signalisiert, bleibt der Schweizer Leitzins bei 0 % — und der Countdown zur SNB am 24. September läuft. „Wer den Hafen nicht kennt, für den ist kein Wind der richtige.“ — Seneca Nur Markteinschätzung, kein Anlage-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →Nur ~25 % — so gering wetten die Märkte auf eine Zinserhöhung der Bank of England heute. UK-Inflation im August: 3,1 % (nach 2,9 % im Juli). Erwartung: Leitzins bleibt bei 3,75 %. Entscheidend werden Vote-Split und Ton zu Energie und Preisen — nicht nur der Zins selbst. Nach dem hawkischen Fed-Schritt steht der Euro nahe einem Siebenwochen-Tief (~1,1456 USD). Der Stoxx 600 holte sich gestern 0,5 % vom Dreimonatstief zurück: Reise & Freizeit +1,2 %, Energie schwächer. In der Eurozone erwarten die Märkte nach dem EZB-Schritt von letzter Woche (Einlagezins 2,50 %) noch einen weiteren Viertelpunkt bis Jahresende. „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.“ — Aristoteles Hält Bailey heute still — oder wird der Ton schon schärfer?
Auf LinkedIn öffnen →Noch 8 Tage bis zur SNB — und UBS sieht das Risiko einer früheren Zinserhöhung steigen. Der SMI schloss heute mit +0,43 % bei rund 13.869 Punkten. Der klarere Schweizer Impuls kommt aber von der UBS: Das Risiko, dass die SNB früher anhebt als gedacht, sei gestiegen. Die Inflation sprang im August von 0,4 % auf 0,8 %. Für den 24. September bleibt der Markt weiter bei 0 % — und die UBS sieht den ersten +25-bp-Schritt weiterhin um Juni 2027, allerdings mit mehr Upside-Risiko davor. «Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Urteile über die Dinge.» — Epiktet Nur Markteinschätzung, kein Anlage-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →93 % — so klar wetten die Märkte auf die erste Fed-Zinserhöhung seit drei Jahren. Heute Nachmittag (20:00 MEZ) kommt der Entscheid. Erwartet wird +25 Basispunkte auf 3,75–4,00 % — die erste Anhebung unter Chair Warsh. Über Nacht hat die 10-jährige US-Rendite die 5-%-Marke gestreift (höchstes Niveau seit 2007). Brent hält sich um 108 Dollar, und Wall Street schloss gestern mit Minus: S&P 500 rund −0,5 %, Nasdaq etwas stärker unter Druck. Asien startet heute etwas erleichtert: Renditen und Öl pausieren kurz, der breite Asien-Index legt zu. Für Anleger zählt weniger das „ob“, sondern das „wie“ — Dot Plot und die Worte danach. „Wir leiden mehr in der Vorstellung als in der Wirklichkeit.“ — Seneca Nur Beobachtung, kein Garantie-Tipp.
Auf LinkedIn öffnen →+0,3 % — der SMI atmet vorbörslich auf, und heute entscheidet die Fed. Nach dem Verlusttag (Schluss bei 13’809 Punkten, −0,5 %) stellen Händler den Swiss Market Index vorbörslich wieder leicht höher. Das Öl gibt etwas nach — die Spannung bleibt: Über 90 % rechnen heute mit einer Zinserhöhung um 25 Basispunkte unter Kevin Warsh. Für Schweizer Anleger heisst das: Zinsen, Franken und Exportwerte bewegen sich mit Washington mit. «Wer den Wind nicht ändern kann, muss die Segel anders setzen.» — Seneca Was denkst du: Reicht ein einmaliger Schritt — oder beginnt heute ein längerer Zyklus?
Auf LinkedIn öffnen →2,50 % — ab heute gilt der neue EZB-Einlagezins. Gestern schloss der Stoxx 600 auf einem Dreimonatstief. Bund-Renditen nahe einem 17-Jahres-Hoch. Öl über 108 Dollar. Und heute Abend spricht die Fed. Die EZB-Zinsanhebung vom letzten Donnerstag greift ab heute: Einlagefazilität 2,50 %, Hauptrefinanzierung 2,65 %. Die EZB-Projektion sieht die Inflation 2026 bei 3,0 % — klar über dem Ziel. Europa hat schon gehandelt. Die Frage ist, wie stark Washington nachzieht — und ob die Aktienmärkte das aushalten. „Der Anfang ist die Hälfte des Ganzen.“ — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →−1,22 % — der SMI rutscht auf ein Dreimonatstief. Heute hat der Schweizer Markt klar gelitten: der SMI bei 13'708 Punkten, der SPI ebenfalls im Minus. Besonders hart traf es die Finanzwerte — UBS −4,2 %, Partners Group −3,6 %, Julius Bär −2,9 %. Öl nahe 108 Dollar, steigende Renditen und die Unruhe im Nahen Osten lasten auf den Blue Chips. Nestlé, Roche und Novartis gaben ebenfalls nach. Defensive Titel wie Swisscom und Swiss Re hielten sich besser. Morgen spricht die Fed — und in neun Tagen die SNB. Bis dahin bleibt der Franken-Markt nervös. Kein Grund zur Panik, aber ein guter Moment, die eigenen Positionen ehrlich zu prüfen. „Wir leiden öfter in der Einbildung als in der Wirklichkeit.“ — Seneca
Auf LinkedIn öffnen →$108 — Öl steigt, und morgen spricht die Fed. Brent klettert Richtung 108–109 Dollar, nachdem Ladungen in Yanbu aussetzen und Libyen drei Felder stoppt. WTI liegt über 104. Gleichzeitig preist der Markt die Zinserhöhung am Mittwoch mit über 90 Prozent ein. Energie, Bonds und der Dollar ziehen an einem Abend an derselben Schnur. «Der Weise passt sich den Umständen an, wie Wasser dem Gefäß.» — Konfuzius Kein Rat, nur Marktbeobachtung. Was liest du aus dem Ölpreis für morgen?
Auf LinkedIn öffnen →5 % — die US-Zehnjahresrendite knackt eine Marke, die seit Oktober 2023 standhielt. Öl bei knapp 107 Dollar (Brent), WTI über 102. Die Märkte preisen die Fed-Erhöhung am Mittwoch schon mit über 90 % ein. Asien startete schwächer, Tech und Chipwerte stehen unter Druck — und die Inflationsthese bekommt durch den Ölschub neuen Rückenwind. Spannend: Nicht nur der Zins, sondern die Kombination aus Energie, Bondmarkt und Fed-Woche. Wer nur auf eine Zahl schaut, verpasst das Gesamtbild. „Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen über die Dinge.“ — Epiktet
Auf LinkedIn öffnen →Noch 9 Tage bis zur SNB — und der Markt tippt klar auf null. Am 24. September kommt die nächste geldpolitische Lagebeurteilung. Die Erwartung: Der Leitzins bleibt bei 0 %. Der SARON notiert weiterhin leicht negativ bei −0,04 %. Für Saron-Hypotheken heisst das kurzfristig: kaum Druck nach oben. Klar, die August-Inflation bei 0,8 % hat den Ton etwas verändert. Eine Erhöhung noch 2026 gilt aber als unwahrscheinlich; die Märkte rechnen eher mit dem Sommer 2027. Die zehnjährige Bundesobligation liegt bei rund 0,6 % — neben deutschen Renditen um 3,5 % wirkt die Schweiz fast wie eine andere Zinswelt. Ruhe vor dem Entscheid heisst nicht, dass nichts passiert. Es heisst nur: Die Schweiz entscheidet im eigenen Tempo. «Die Geduld ist die Begleiterin der Weisheit.» — Augustinus
Auf LinkedIn öffnen →3,51 % — die Bund-Rendite auf dem höchsten Stand seit 2009. Europas Märkte starteten die Woche nervös: Stoxx 600 −0,5 %, DAX −0,6 %, Tech klar schwächer. Gleichzeitig melden sich EZB-Stimmen: Inflation könnte höher ausfallen als gedacht — Gas und Strom rücken in den Fokus. Kazaks sieht „einen wachsenden Fall für weitere Straffung“. Öl bleibt teuer, die Fed-Woche steht bevor — und die Anleihemärkte sagen schon jetzt: Zinsen bleiben ein Thema. Mindestens ein weiterer EZB-Schritt bis Jahresende ist wieder im Gespräch. „Es sind nicht die Ereignisse, die uns beunruhigen, sondern die Art, wie wir sie betrachten.“ — Epiktet Ruhig bleiben, Zahlen lesen, Timing im Blick behalten. Alles Spekulation, keine Anlageberatung.
Auf LinkedIn öffnen →Inflation verdoppelt sich — und die Schweiz bleibt trotzdem bei null. 0,8 % im August. Höchster Wert seit zwei Jahren. Überraschung für alle Bloomberg-Ökonomen. Am 24. September entscheidet die SNB. Die Wette der Märkte: weiter 0 %. Kerninflation nur 0,4 %, Franken stark, Zielband intakt. Kein Drama. Nur Daten. „Es ist nicht das, was geschieht, das uns beunruhigt — sondern unsere Meinung darüber.“ — Epiktet
Auf LinkedIn öffnen →Märkte sind sich zu 90% sicher: Die Fed hebt am Mittwoch die Zinsen. Nach der EZB-Bewegung und Öl über 100 Dollar erwarten Ökonomen eine Anhebung um 25 Basispunkte auf 3,75–4,00% — die erste unter Chair Warsh — und mindestens eine weitere. Parallel sacken AI-Aktien ab, nachdem Branchenführer zur Verlangsamung mahnen. Die 10-Jahres-Rendite sitzt nahe 5%. Kurz: Geldpolitik und Risikoprämien ziehen in dieselbe Richtung. Wer nur den Nasdaq anstarrt, hört die Bonds nicht. „Was im Weg steht, wird zum Weg.“ — Marcus Aurelius Kein Anlage-Tipp. Nur der internationale Abend-Check.
Auf LinkedIn öffnen →Öl bei fast 100 Dollar — und die Fed-Woche hat gerade erst begonnen. Brent notiert um die 99,50 USD (vierter Anstiegstag in Folge). Wall Street schloss gestern im Minus: S&P 500 −0,6 %, Dow −1,2 %. Der Markt preist inzwischen rund 60 % Wahrscheinlichkeit für eine 25-Bp-Zinserhöhung am 15./16. September ein — Freitag kommen die US-Inflationszahlen. Dazu: Yen stark, Dollar unter Druck, Kanada-Zölle, Asien-Märkte gemischt. Kurz: Geopolitik und Geldpolitik sprechen gerade dieselbe Sprache — und sie klingt laut. Wer jetzt nur auf den Chart starrt, vergisst den Plan. „Wir leiden mehr in unserer Vorstellung als in der Wirklichkeit.“ — Seneca Kein Anlage-Tipp. Nur der internationale Morgen-Check.
Auf LinkedIn öffnen →24 Milliarden Franken an einem Tag — und trotzdem: kein Grund zur Panik. Gestern hat Novartis gemessen am vernichteten Börsenwert den grössten Tagesverlust seiner Geschichte hingelegt: −10,9 Prozent auf 111,80 Franken. Zwei Studienrückschläge innert weniger Tage (Pelacarsen, dann Del-desiran) haben rund 24 Milliarden Franken Marktkapitalisierung ausgelöscht — mehr als beim Franken-Schock 2015 oder dem Corona-Crash. Der SMI schloss 1,55 Prozent tiefer bei 14'057 Punkten. Für Anleger heisst das: Pipeline-Risiko ist Pharma-Alltag. Die Schlagzeile ist laut — der Anlagehorizont sollte länger sein als der Handelstag. „Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen.“ — Immanuel Kant
Auf LinkedIn öffnen →Morgen hebt die EZB die Zinsen an — so gut wie sicher. Die spannendere Frage ist eine andere: Warum eigentlich noch? Märkte und Ökonomen rechnen mit +25 Basispunkten auf 2,50 Prozent. Gleichzeitig kommt die Inflation gerade fast nur noch von Energie — die Kerninflation entspannt sich. Viele Ökonomen sehen 2,50 Prozent als Peak; die Märkte preisen schon weitere Schritte Richtung 3 Prozent bis Mitte 2027 ein. Nicht die Entscheidung morgen zählt am meisten. Sondern, was Christine Lagarde danach sagt. „Der Weise zweifelt oft, der Narr ist sicher.“ — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →Während andere Notenbanken an der Zinsschraube drehen, bleibt die Schweiz bei null — und das ist kein Zufall. Heute erklärt SRF, warum: Die SNB hält den Leitzins seit über einem Jahr bei 0 Prozent. Inflation im August: 0,8 Prozent. Zum Vergleich: USA bei 3,5–3,75 Prozent, EZB bei 2,25 Prozent und wohl bald höher. 10-jährige Hypotheken liegen laut Comparis bei rund 1,9 Prozent — leicht angezogen, aber weit ruhiger als im Ausland. Nächster SNB-Entscheid: 24. September. Für Portfolio und Hypothek heisst das: den Schweizer Sonderweg beobachten, nicht jede globale Zinsfantasie mitmachen. „Die Tugend liegt in der Mitte.“ — Aristoteles
Auf LinkedIn öffnen →Öl tippt an die 100-Dollar-Marke — und der Markt rechnet schon weiter. Heute: Brent hat bis knapp unter 100 Dollar getestet, nachdem Angriffe auf Energieanlagen in Saudi-Arabien die Versorgungssorgen verschärft haben. US-Futures und europäische Aktien gaben nach; die Anleiherenditen bleiben hoch. Parallel halten die Märkte rund 58 % Chance auf eine Fed-Zinserhöhung am 16. September — der US-CPI später diese Woche setzt den Ton. Energie, Inflation, Zinsen: drei Bausteine, eine Story. Kein Drama, eher klarer Fokus: Schlagzeilen lesen, aber vor allem die Preisdynamik beobachten. „Wer andere kennt, ist klug. Wer sich selbst kennt, ist weise.“ — Laozi
Auf LinkedIn öffnen →Zwei Schweizer Titel erzählen gestern zwei komplett unterschiedliche Geschichten. Swiss Re gab rund 3,6 Prozent nach: In Monte Carlo warnte der Rückversicherer vor steigenden Kosten durch Extremwetter. Arbonia sprang hingegen um über 11 Prozent, nachdem die UBS auf «Buy» hochgestuft hatte. Der SMI schloss mit etwa −0,8 Prozent bei 14'279 Punkten — Novartis und Swiss Re zogen, ABB und Halbleiterwerte stemmten dagegen. Heute richtet sich der Blick auf Sandoz und den Investorentag in Basel. Fürs Portfolio heisst das: Schlagzeilen lesen, aber vor allem die Neubewertungen erkennen. „Geduld ist bitter, doch ihre Frucht ist süss.“ — Jean-Jacques Rousseau
Auf LinkedIn öffnen →Heute ist der erste volle US-Handelstag nach Labor Day. Kanada hat Gegen-Zölle von bis zu 50 % auf US-Waren in Kraft gesetzt (rund C$27,6 Mrd.). Brent liegt nahe Sechs-Wochen-Hochs um etwa 97 $. Und die Märkte sehen aktuell rund 60 % Chance auf eine Fed-Zinserhöhung am 16. September — entscheidend werden PPI und CPI später in dieser Woche. Kein Drama, eher ein klarer Wochenfahrplan: Öl, Handelspolitik und Inflationszahlen entscheiden, wie laut die Zinsfantasie wird. „Du hast Macht über deinen Geist — nicht über äußere Ereignisse. Begreif das, und du findest Stärke.“ — Mark Aurel
Auf LinkedIn öffnen →Die Einlagefazilität dürfte von 2,25 % auf 2,50 % steigen (25 Basispunkte). Die Märkte haben das weitgehend eingepreist. August-Inflation im Euroraum lag bei rund 3,3 %, vor allem wegen Energie. Deshalb zählt weniger die Zahl selbst als Christine Lagardes Pressekonferenz: Signal für einen weiteren Schritt bis Jahresende — oder Pause? Parallel drücken höhere Anleiherenditen und Ölpreise auf europäische Aktien. Kein Drama, eher ein klarer Fokus: Wer investiert, liest diese Woche vor allem den Ton aus Frankfurt. „Die Ruhe ist ein Element der Stärke.“ — Seneca
Auf LinkedIn öffnen →Brent liegt bei rund 97 Dollar, die Straße von Hormuz bleibt angespannt. Dazu hat der starke US-Jobsbericht die Chance auf eine Fed-Zinserhöhung Mitte September wieder Richtung 60 Prozent geschoben. Parallel gilt die EZB-Erhöhung am Donnerstag als weitgehend erwartet. Energie, Geopolitik und Zinsen hängen gerade eng zusammen. Nicht Panik, sondern Fokus: Der US-CPI diese Woche dürfte zeigen, ob die Story ruhiger wird oder noch etwas nachzieht. „Nicht die Dinge selbst beunruhigen die Menschen, sondern die Meinungen über die Dinge.“ — Epiktet
Heute: Brent bei rund 97–98 Dollar, nahe dem höchsten Stand seit Wochen. Hintergrund ist die Eskalation zwischen USA und Iran im Golf – Angriffe auf Tanker, Hormuz-Verkehr auf Tiefstand. Durch diese Meerenge läuft normalerweise etwa ein Fünftel der weltweiten Energieversorgung. Gleichzeitig haben starke US-Arbeitsmarktdaten die Chance auf eine Fed-Zinserhöhung am 16. September auf etwa 58 % gehoben. Diese Woche steht der US-Verbraucherpreisindex im Fokus – er könnte den Ton für den Rest des Monats setzen. Kurz gesagt: Geopolitik treibt die Preise, Preise treiben die Zinsen, Zinsen bewegen die Märkte. Wer investiert, schaut gerade nicht nur auf Charts – sondern auf die Nachrichtenlage. „Nichts ist so beständig wie der Wandel.“ – Heraklit
Investieren ist wie American Football: Ohne Notgroschen (O-Line) bricht jeder Drive. Anleihen sind das Run-Game — konstante Yards, weniger Turnovers. Der Welt-ETF ist Roster-Tiefe statt dem einen Star. Einzelaktien und Hype? Hail Marys — spannend, aber keine Season-Strategie. Defense wins championships. Die lange Season ist Compounding. Und guter Gameplan heißt: kein Panic nach einem Drive. „Wer das Fundament vernachlässigt, baut auf Sand.“ — Sinngemäß nach einem alten Prinzip der Stoiker

Heute: Der Swiss Market Index verliert rund 1,2 Prozent, Novartis gibt nach enttäuschenden Studiendaten zu Pelacarsen über 3 Prozent nach. Parallel bleibt die Schweizer Inflation mit 0,8 Prozent im August so hoch wie seit zwei Jahren nicht. Die SNB hält den Leitzins bei 0 Prozent; die nächste Lagebeurteilung ist am 24. September. Für Franken und Hypotheken heisst das vorerst: ruhig bleiben und den SNB-Pfad beobachten — nicht jede Schlagzeile gleich zum Portfolio-Umbau machen. „Nicht die Ereignisse beunruhigen uns, sondern die Art, wie wir sie betrachten.“ — Epiktet
Auf LinkedIn öffnen →Lernmaterial zu Finanzgrundlagen. Keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzprodukten.